Fristenrechner: Frist für die Einladung zur Gesellschafter­versammlung berechnen

Lass dir von unserem Fristenrechner die komplizierte Berechnung der Fristen für die Einberufung der Gesellschafterversammlung abnehmen.


Berechne, wann die Gesellschafterversammlung frühestens stattfinden darf, wenn du die Einladungen z.B. noch heute abschicken willst.


Alternativ kannst du ein Versammlungsdatum festlegen und davon ausgehend berechnen, wann du die Einladungen spätestens an die Gesellschafter versenden musst.


  • Freitag, den 06.05.2022

    Gewählter Tag der Versendung

    per Einschreiben

  • Dienstag, den 17.05.2022
    Frühest­zulässiger Versamm­lungs­tag
Einladungsschreiben erstellen
Berechnete Daten werden übernommen

Von welchem Datum soll die Fristberechnung ausgehen?

Wann sollen die Einladungen versandt werden?

Wie werden Einladungen an die Gesellschafter versandt?

Einschreiben

Wohnen ein oder mehrere Gesellschafter im Ausland?

Wie lange ist die Einberufungsfrist?

Die­se Fris­ten und For­ma­li­en müs­sen bei der Er­stel­lung ei­ner Ein­la­dung zur Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung ein­ge­hal­ten wer­den.

Gesellschafter und Geschäftsführung eines Unternehmens müssen regelmäßig Entscheidungen über das Tagesgeschäft, Investitionen und die strategische Ausrichtung treffen. Diese Entscheidungen werden in der Gesellschafterversammlung beschlossen. Eine Möglichkeit für eine solche Abstimmung ist die Präsenzversammlung. 

Welche Fristen es zu beachten gibt, klären wir in diesem Beitrag. Außerdem erklären wir, worauf es bei der Erstellung der Einladung zur Gesellschafterversammlung sonst noch ankommt: Wer überhaupt darf einladen, was gehört in die Einladung und welche Fehler solltest du vermeiden?

☝️ Obacht: Im Einzelfall können in deinem Gesellschaftsvertrag eigene Vereinbarungen getroffen worden sein. In diesem Artikel beziehen wir uns auf die gesetzlichen Regularien für die GmbH bzw. UG (GmbHG). Schaue also in jedem Fall in deinen Vertrag, welche Frist für die Einberufung der Gesellschafterversammlung hier vereinbart ist, bevor du die Gesellschafter zur Gesellschafterversammlung einlädst.

Wel­che Fris­ten muss ich beim Ver­sand der Ein­la­dung be­ach­ten?

Wenn du deine Einladung versendest, musst du bestimmte Fristen einhalten, damit deine Geschäftspartner rechtzeitig über die Einberufung der Versammlung informiert sind.

  • Die Einladung muss an die Empfängern mindestens 1 Woche im Voraus versendet werden, damit sie wirksam ist.
  • Wenn das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, verlängert sich die Einladungsfrist um weitere Tage.
  • Außerdem müssen noch je nach Versendungstag zusätzliche Tage für die Versandzeit berücksichtigt werden. Auch hier müssen Wochenende und Feiertage berücksichtigt werden.

Klingt kompliziert? Ist es auch. Nutze für die präzise Berechnung der Termine einfach unseren Fristenrechner:

  • Mit dem Fristenrechner kannst du ganz einfach ermitteln, an welchem Tag die Gesellschafterversammlung frühestens stattfinden kann.
  • Alternativ kannst du auch den Tag der Gesellschafterversammlung festlegen und mit dem Fristenrechner herausfinden, wann du die Einladung spätestens abschicken musst, damit die Versendung fristgerecht ist.

Die Nichtbeachtung der Einladungsfrist kann negative Folgen haben: Ein Fristenverstoß führt automatisch zur Anfechtbarkeit aller auf der Gesellschafterversammlung gefassten Beschlüsse. Achte daher darauf, dass den mit dem Fristenrechner ermittelten Versendungstag unbedingt einhälst und eine Versandbestätigung aufbewahrst. 

Mit wel­cher Ver­sand­art muss ich die Ein­la­dung weg­schi­cken?

Der Gesetzgeber sieht standardmäßig den Versand der Einladung per Post vor. Genauer gesagt per Einschreiben. In modernen Gesellschaftsverträgen ist häufig auch ein Versand per E-Mail oder per Standard-Briefversand vorgesehen.

Wer kann eine Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung ein­be­ru­fen?

Die Gesellschafterversammlung wird in der Regel vom Geschäftsführer eines Unternehmens einberufen. Dieser informiert die Gesellschafter schriftlich über Zeit, Ort und die Tagesordnungspunkte der Versammlung. Dabei spielt es keine Rolle, ob er einzelvertretungsberechtigt ist. Auch bei einer Gesamtvertretungsbefugnis kann ein einzelner Gesellschafter die Versammlung einberufen.

Gesellschaftern können ebenfalls eine Versammlung einberufen. Sie müssen dazu aber mindestens 10 % der Unternehmensanteile halten. 

Achte zusätzlich darauf, dass du alle Gesellschafter informierst. Solltest du deine Einladung nicht an alle Gesellschafter und Geschäftsführer richten, kann dies zur Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eingeladenen stimmberechtigt sind oder nicht.

Du weißt nicht genau, wie die Einladung formuliert sein muss? Nutze unsere anwaltlich geprüfte Resolvio-Vorlage, um deine Einladung zu erstellen.

Muss mei­ne Ein­la­dung auch die TOP ent­hal­ten?

Deine Einladung muss gesetzlich keine TOP (Tagesordnungspunkte) enthalten. Meist werden sie jedoch in der Einladung aufgeführt, um die Gesellschafter zu informieren. Sollten die TOP zum Zeitpunkt des Versands der Einladung noch nicht final vorliegen, kannst du sie den Adressaten auch separat zustellen. Beachte jedoch, dass sie spätestens drei Tage vor dem angesetzten Termin der Versammlung bekannt sein müssen.

Die Dreitagesfrist für die separate Versendung der Tagesordnungspunkte kannst du auch mit unseren Fristenrechner berechnen.

FAQs zur Fristberechnung

Die Einberufungsfrist (auch „Einladungsfrist“) beantwortet die Frage, wie viel Zeit mindestens zwischen der Versendung der Einladungen an die Gesellschafter und dem Tag der Gesellschafterversammlung liegen muss.

Die Einberufungsfrist soll den Gesellschafter schützen, und zwar in zweierlei Hinsicht:

  • Inhaltliche Vorbereitung: Durch die Einladungsfrist soll sichergestellt werden, dass jeder Gesellschafter – egal wie klein Anteil ist – eine ausreichende inhaltliche Vorbereitungszeit für die anstehenden Entscheidungen in der Gesellschafterversammlung hat (sogenannter „Präparationsschutz“, BGH).
  • Planung Termin/Anreise: Außerdem soll die Einladungsfrist jeden Gesellschafter in die Lage versetzen, dass er sich den Zeitpunkt der Versammlung von anderen Verpflichtungen freihalten kann und ggf. eine erforderliche Anreise zum Ort der Versammlung rechtzeitig planen kann (sogenannter “Dispositionsschutz”, BGH)

 

Die Einberufungsfrist ist eine wichtige Formalie. Sie muss grundsätzlich jedoch nur beachtet werden, wenn zu einer förmliche Gesellschafterversammlung eingeladen werden soll, die kontroverse Themen ggf. mit Mehrheit entscheiden können soll.

Bei einer einstimmigen Beschlussfassung von allen Gesellschaftern kann auf die Beachtung der Frist  verzichtet werden (sogenannte Vollversammlung). Bei einer nicht einvernehmlichen Beschlussfassung im Umlaufverfahren soll die Einberufungsfrist abgewandelt als Stimmfrist hingegen Beachtung finden (LG Hamburg).

Die Einberufungsfrist muss gemäß § 51 Abs. 1 GmbHG mindestens eine Woche betragen. In vielen Gesellschaftsverträgen ist jedoch eine längere Zeit bestimmt (unbedingt prüfen!).

Wer jetzt nachvollziehbarer meint, zwischen der Versendung der Einladung und der Gesellschafterversammlung müsse jetzt nur eine Woche liegen, rechnet falsch! Die Berechnung der Einberufungsfrist ist nämlich recht kompliziert und führt dazu, dass die tatsächliche Zeit zwischen Versendung der Einladungen und dem Stattfinden der Gesellschafterversammlung wesentlich länger ist.